Lost – Verloren

Viele waren fasziniert von der Femsehserie „Lost". Es ist die fiktive Geschichte eines Flugzeug­absturzes auf einer einsamen Insel im Pazifik. In immer neuen Episoden wird erzählt, wie sich die Überlebenden auf der Insel den Herausforderungen stel­len müssen. Die Serie ist sehr mysteriös und voller dunkler Geheimnisse. Lost - irgendwie muss diese Vor­stellung ein Kribbeln auslösen. Gäbe es sonst so viele Folgen davon?

 

Verloren - wenn man Gegenstände verliert, ist das ärgerlich, manchmal auch schlimm. Wenn Menschen verloren gehen, ist das weitaus dramatischer. Eine Fiktion lässt dem Fernsehzuschauer vielleicht Schauer den Rücken runterrieseln - es ist spannend zuzusehen, aber glück­licherweise ist man ja nicht betroffen eben nur Zuschauer. Völlig harmlos - wer will, kann umschalten oder aus­schalten. Es ist ja gar nichts passiert. Verloren? Ich doch nicht!

 

 

Aber man kann Menschen verlieren, auch wenn sie nicht auf einer einsamen Insel im Pazifik gestrandet sind. Verlieren, durch Trennung oder durch Tod. Und man kann sich auch selbst verlieren, seine Ideale, Träume und Lebens­ziele. Noch schlimmer ist es, wenn ein Mensch Gott verloren hat. Wenn er nicht mehr glauben kann. Menschen können aus Gottes Sicht verloren gehen. Darum gibt es eine himmlische Rettungsaktion, die auch voller Dramatik ist. Sie wird beschrieben in den Evangelien und sie hat einen Namen: Jesus Christus.

„Der Menschensohn ist gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten" - das sagt Jesus von sich selbst (Lukas 19,10). Das ist sein Auf­trag, seine Leidenschaft. Dafür ist der Sohn Gottes in unsere Welt gekommen, darum hat er am Kreuz die Folgen un­serer Verlorenheit getragen.

 

Aber viele Menschen wissen gar nicht, dass sie verloren sind. Es hat ihnen noch nie­mand gesagt: „Du bist in Gottes Augen eine „Verlorene“', ein Verlierer, ein Loser - solange, bis dein Leben mit Jesus in Berührung kommt." Wir Menschen sind auf Gott hin geschaffen. Das ist unsere Bestimmung. Und wir verfehlen sie und verlieren uns selbst, wenn wir darauf verzichten, uns von Gott finden zu lassen.

Aktiv formuliert klingt das so: „Ich glaube, dass mein Leben unter der liebevollen Begleitung und im Glauben an Jesus gelingt und auch am Ziel an­kommt.“ Dunkle Geheimnisse mögen in einer Mysteryserie Platz haben. Für mein Leben wünsche ich mir Klarheit und Orientierung.

Der Gedanke, ver­loren zu sein, ist schrecklich. Aber zu wissen, dass Gott mich gefunden hat, empfinde ich als größtes Glück.

 

 

Johannes Helmer

 

Die Predigt zur Jahreslosung 2017 können Sie sich hier anhören oder herunterladen!